Apfelstrudel No. 3

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Apfelstrudel, Apfelstrudel, Apfelstrudel, strudelt es in meinem Kopf.
Es ist Sonntag und ich habe beim Brötchenholen vergessen ein Nachmittagsgebäck für meine Frau zu kaufen. Das liebt sie so, also wenn ich es mitbringe. Ich selbst brauche ja nichts Süßes. Aber sie schon.

Äpfel habe ich da, Mehl Eier und die anderen Zutaten auch. Also mache ich wieder was mit Mürbteig und Äpfeln. Nicht meinen Standard Apfelkuchen und auch keinen schon gemachten Apfelstrudel. In meinem Kochhirn strudelt es weiter. Was könnte ich anders machen als beim letzten Mal. Der gerollte Strudel mit den Apfelstücken war nicht schlecht. Aber der nach innen gerollte Teig hat keine Chance mürbe zu werden. Zuviel Feuchtigkeit. Und das einem Mürbteig.

Und beim Aufrollen drückten die Apfelstücke durch den Teig und ich musste reparieren. Also umdenken. Es strudelt.

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fein geschnitten

Und dann ist sie plötzlich da. Diese geniale Idee, wie ich noch überzeugt bin. Ich werde den Teig wieder aufrollen. Aber den Apfel schneide ich in feine Scheiben lege sie flach auf den Teig. Das erleichtert das Rollen. Und diese wohlgeformte Rolle schneide ich dann in Scheiben. Und diese Scheiben backe ich dann im Herd zu wunderbar mürbem Gebäck. Mit dem fruchtig sauren Apfelgeschmack. Ich sehe schon das Glänzen in den Augen meiner Frau.

Also an die Arbeit. Teig wie bei Apfelstrudel No. 1 zubereiten. 3 Äpfel mit dem Trüffelhobel in feine Scheiben geschnitten. In Zitronensaft und Vanillemark marinieren.

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fein verteilt

Den Teig auf einem Backpapier ausrollen, mit etwas Honig bestreichen. Die abgetropften Apfelscheiben auf dem Teig verteilen. Das letzte Stück lasse ich frei, da ich das Ende an die Rolle bappen will.

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fein gerollt

Der Teig klebt auf dem Backpapier. Ich nehme eine lange schmale Palette, kratze übers Papier und rolle den Teig vorsichtig auf. Es reißt an ein paar Stellen. Zugedrückt, fertig gerollt. Ich wickele den Teig in das Backpapier und lassen ihn gut auskühlen. Er soll schnittfest werden. In meinem Kochhirn funktioniert das gut. Und er lässt sich gut in Scheiben schneiden, denke ich.

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fein geschnitten

Die Realität sieht dann doch etwas anders aus. Beim Schneiden drücke ich den Teig zusammen und es kommen keine Rollen sondern fast flache Scheiben dabei raus.

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fein gelegt

Die lassen sich aber wieder rund drücken. Und der Saft läuft aus dem Apfelbelag. Matschig. Egal. Wenn’s nichts wird, hab ich halt ein Problem. Aber dann kann ich immernoch etwas vom Bäcker holen. Ich packe die Scheiben auf das Blech und schiebe es in den Ofen. 200 Grad, 25 Minuten. Danach ist der Teig noch sehr blass. Ich erhöhe auf 240 Grad und gebe noch mal 5 Minuten Zeit. Nun haben die Scheiben eine schöne Färbung.

 

Raus damit, abkühlen lassen. Riecht gut, sieht ganz gut aus und schmeckt nachher auch nicht schlecht. Auch wenn die Scheiben nicht ganz so aussehen, wie ich mir das vorgestellt habe ist das Gebäck doch ganz gut geworden.

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fein gebacken

Meine Frau ist sehr zufrieden und dann bin ich es auch.

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fein

Ein Versuch lohnt sich in jedem Fall.

Beste Reste

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fein gesammelt

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