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wilde Frikadellen

wildfrikadelle

Seit einigen Monaten lagert in unserem Eisschrank noch Wild. Das hatten wir bekommen, als wir mit Freunden gekocht haben. Ich weiß von Wildgulasch und von Filets. Nun will ich es mal angehen. Von der Fleischerei Franz aus München habe ich unter anderem Wildfond zum Testen bekommen. Da passt es gut, dass da noch etwas Wildes bereit liegt.

Bei der Eisschrankkontrolle stelle ich fest, dass neben dem Gulasch kein Filet, sondern Hackfleisch liegt. Steht jedenfalls drauf. Schimmert so auch durch die Plastikhülle. Welches Wild es ist, steht jedoch nicht drauf, nur wo es verarbeitet wurde.

Gut, dann halt Frikadellen. Das Gulasch muss noch etwas warten. Und der Fond hat eine Schonfrist. Meine Frau nicht. Sie muss da durch, obwohl sie sehr skeptisch ist, was Wild betrifft.

Also hole ich die Päckchen aus dem Eis und lasse sie langsam im Kühlschrank auftauen.

Für das begleitende Auberginen-Kartoffel-Stampf schneide ich die Aubergine in Scheiben und lasse sie im Ofen bei Ober- und Unterhitze und Grill garen. Nur nicht verbrennen. Aber etwas braun dürfen sie schon werden.

Die Kartoffeln schäle ich und lasse sie in Wasser ruhen.

Wildfrikadelle
aufgetaut

Ich schäle und würfele zwei Zwiebeln und dünste sie mit klein gewürfelter Petersilienwurzel und Sellerie. Den Lauch schneide ich in Ringe und gebe ihn zu den Zwiebeln. Mit etwas Wasser fülle ich auf. Nun darf der Lauch gar ziehen.

Wildfrikadelle
vermischt

Das Hack ist nun aufgetaut und ich mische es mit Zwiebelwürfeln, Senf, etwas gefrorenen Kräutern, Semmelbröseln und Salz. Daraus forme ich kleine Bällchen, die ich kräftig zwischen den Händen presse. Ich hoffe, dass sie dann beim Braten nicht auseinanderfallen. Ei möchte ich nicht zugeben.

Wildfrikadelle
gekugelt

Die Kartoffeln dürfen mit einer großen Knoblauchzehe weichkochen.

Wildfrikadelle
gedörrt

Die Auberginen sind gar und ich püriere sie mit etwas Milch zu einer homogenen Masse.

Der Lauch ist gar und ich gieße etwas Schlagsahne an, die etwas aufkochen darf. Mit Salz und etwas Balsamico abschmecken. Perfekt.

Wildfrikadelle
gebraten

Die Frikos brutzeln in Olivenöl fröhlich vor sich hin. Ab und zu wenden. Ein wenig fallen sie auseinander. Aber so schlimm ist das nicht.

Die Kartoffeln sind gar, ich gieße das Wasser ab und dann zerstampfe ich sie zusammen mit den Auberginen. Noch etwas Milch dazu, damit ein schön weicher Stampf entsteht. Salzen. Fertig.

Die Frikadellen gebe ich in eine Auflaufform und lösche den Bratensaft in der Pfanne noch schnell mit Sahne ab.

Wildfrikadelle
gedeckt

Anrichten, also auf Teller füllen. Sieht ein wenig farblos aus, schmeckt aber perfekt. Der sahnige Lauch, der zarte Geschmack der Aubergine an den Kartoffeln. Die knusprigen Frikadellen.

Und meine Frau ist auch zufrieden.

Beste Reste

Wildfrikadelle
gesammelt

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