Frikadellen

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„Wollen wir nicht zu dem kleinen Italiener gehen und Pasta essen?“ Sagt meine Frau. Meinem Einwand, wir würden in der folgenden Woche mehrmals essen gehen und deshalb müssten wir das heute nicht, kann sie folgen.
„Soll ich dann Frikadellen machen?“ Frage ich. „Jaaaa.“
Mit Lauch?“ „Jaaaaaa.“
„Und Kartoffelpüree?“ „Jaaaaaaaa.“
„Püree mit Parmesan?“ „Jaaaaaaaaaa.“
Damit ist alles besprochen und sie wendet sich wieder ihrem iPad zu, um sich auf irgendwelchen Einrichtungs-Seiten zu tummeln.

Und ich wende mich meinen Aufgaben zu.
Der Einkauf ist schnell erledigt und ich mache mich an die Zubereitung der Frikadellen.
Hackfleisch, kleine gewürfelte Zwiebeln, ein paar Löffel Senf, gefrorene Kräuter, Kräutersalz und Semmelbrösel kommen in eine Schüssel. Achtung ich nehme kein Paniermehl aus der industriellen Fertigung sondern geriebene Brötchen, wie es die meisten Bäckereien anbieten.

gute Hilfe, das Rührgerät
gute Hilfe, das Rührgerät

Mit dem Handrührgerät vermenge ich alles gründlich. Dann forme ich Frikadellen aus der Masse. In die Mitte drücke ich noch ein paar Schafskäsewürfel.

aussen knusprig, innen fluffig
aussen knusprig, innen fluffig

In einer Pfanne mit Olivenöl brate ich die Frikadellen kräftig an. Außen schön dunkel, innen gerade durch und köstlich fluffig, so sollen sie werden. Sind sie so, kommen sie zum Warmhalten in den Ofen. Neben das schon wartende Kartoffelpüree. In der Pfanne löst sich das Angebrannte, noch nicht schwarz sondern braun, vom Boden und Rand unter einem Sahneguss. Ist noch etwas vom Schafskäse übrig, darf der auch mit in Pfanne.

mit Sahne ablöschen
mit Sahne ablöschen

Aufkochen, abschmecken, hier nehme ich gerne etwas Balsamico, um noch etwas Säure hinzuzufügen.
Das ergibt eine wunderbare, sämige Soße.

Und dann reingehauen. Meine Frau stöhnt vor Glück. Besonders wenn es das Parmesan-Püree und den Lauch dazu gibt. Und das Beste, ich mache so viel, dass es auch am nächsten Tag noch reicht.

Sieht aus wie 70er, schmeckt aber Welt 2.0.

schmeckt, auch wenn es nicht so aussieht
schmeckt, auch wenn es nicht so aussieht

-Beste Reste- fehlt. Außer ein paar Zwiebelschalen und Verpackungsmüll gibt es nichts.

Zutaten:
gemischtes Hackfleisch
Senf
gefrorene oder frische Kräuter
Semmelbrösel
Zwiebeln
Sahne

Zum Ausdrucken: so habe es ich gemacht.

5 thoughts on “Frikadellen

  1. Ein wunderbarer Blog! Herrlich dieser Sprachwitz! Köstlich klingende Rezepte! Als jemand, der sich auch auf Einrichtungsseiten rumtreibt, hab ich nur eine Problem: Wie bring ich meinen Mann zum Kochen? Das würde uns beiden guttun und ich hätte mehr Zeit für meine Leidenschaft. Bei euch kann man nicht nur neue Rezepte entdecken! Fast bin ich als Vegetarierin geneigt Frikadellen zu machen, so inspirierend ist das! Ich komm wieder! LG Emilie

    1. Hab Dank für Dein Lob. Das freut mich sehr.
      Dein Mann, will er oder kann er nicht?
      Vielleicht musst Du ihm mal einen Kochkurs schenken?
      Viel Glück.
      Gruß Heinrich

  2. Super Rezept! Muss ich nachmachen. …und diese „irgendwelche Einrichtungs-Seiten“ ist “ SoLebIch“- die beste die es gibt!
    Sehr gut gelungener Blog! Gratulation! Ich werde wahrscheinlich oft nachschauen da ich ihn sehr inspirierend finde.
    Liebe Grüße
    Dessi

    1. Hallo Dessi,
      schön, dass Dir mein Blog gefällt.
      Und ja, Du hast natürich recht. Es ist haupsächlich SLI.
      Lieben Gruß
      Heinrich

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