Pulpo No. 3

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Pulpo, nächster Versuch. Unser Kochabend, an dem wir mit 5 Paaren regelmäßig zusammen kochen, steht wieder an. Die Gastgeber sind diesmal wir und so sind wir, also ich, für die Amuese Geule zuständig. Und für die Getränke und das hinterher Saubermachen. Aber das hat ja mit Kochen nichts zu tun.
Tradition hat bei mir schon das Vorspeisen-Menü. Vier Kleinigkeiten die wie ein Menü aufgebaut sind. Vorspeise, Zwischengang, Hauptspeise und Dessert.
Diesmal habe ich für das Vorspeisen-Menü als Hauptgang Pulpo vorgesehen. Besser gesagt die Tentakel. Gekocht und gegrillt. Serviert auf einem Spieß. Nur ein Happen, der mit dem Mund vom Holzstab gezogen wird, der aber einen Gaumenschrei auslösen soll. Vorneweg gibt es ein geräuchertes Wachtelei, als Zwischengang gegrilltes Radieschen und als Nachtisch mit Marzipan gefüllte und auch gegrillte Zwetschge. Alle Happen, ausser den Eiern, auf Spießchen, die von Holzbrettern mit den entsprechenden Löchern gehalten werden. Von diesen Happen werde ich später berichten.
Nach meinen letzten Versuchen mit dem Pulpo No. 1 und No. 2, habe ich mich für eine Schnellkochtopfgarzeit von 12 Minuten Druck und 10 Minuten ruhen entschieden. Eine gute Wahl. Der Pulpo ist zart und fest, einfach perfekt. Eine Freude beim Draufbeissen.

Nun soll er aber noch auf den Grill. Die Tentakel schneide ich in mundgerechte Stücke und lege sie über Nacht in Olivenöl und Knoblauch. Und ein kleiner Geschmackstupfer kann sicher auch nicht schaden.

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schon auf Spießen
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Detail

Zunächst plane ich ein Stangensellerie-Pesto zum Eintunken. Aber das tropft beim Essen. Also erdenke ich ein Pesto, das vor dem Grillen auf die Stücke aufgebracht wird und dann auf dem Grill knusprig gart.

Dazu schneide ich Stangensellerie in kleine Stücke und püriere sie mit Zitronensaft und weißem Balsamico. Die Pampe drücke ich durch ein Sieb und habe eine wässrige grüne Tunke, mit der ich nichts anfangen kann. Also gebe ich die Soße wieder in den Pürierstabbehälter und dazu ein paar Walsnusskerne. Pürieren. Immer noch dünn. Dann muss ich Semmelmehl dazu tun. Das klappt. Ich rühre eine streichfähige Masse an, die ich noch mit etwas Olivenöl  und Salz verfeinere.
Auf die inzwischen auf den Holzspießen steckenden Tentakelstücke gestrichen, das Spießchen auf den Grill gelegt und später verzehrt. Die Tentakel sind knusprig, die Panade auch und es schmeckt göttlich.

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aufgespießt und in bester Gesellschaft
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lecker

Und optisch ist das Ganze auch nicht schlecht geraten. Oder?

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